
Das
Museum
im Tabor
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Info
Info-Telefon: 03152 / 3079
Öffnungszeiten
im Tabor: 2.Mai bis 31.Oktober
Einlaß ins
Museum:
Montag 14-17 Uhr
Dienstag bis Freitag 9-11 und 14-17 Uhr,
Samstag 9-12 Uhr
(Sonntag u. Feiertag geschlossen)
oder nach Terminvereinbarung unter
03152 / 5856 oder 03152 / 3079 (Fax 03152 / 5856) oder in der Stadtgemeinde
unter 03152 / 2202-26
Eintritt:
Erwachsene: € 2,20
Gruppenermäßigung ab 20 Personen: €
2,00
Kinder/Jugendliche: € 1,10
Schüler/Studenten: € 1,10
Gruppenermäßigung: € 1,00
Lage: hinter der
Pfarrkirche
neben dem bunten Kirchturm
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Erlebnismuseum Feldbacher Tabor
Im Tabor-Museum hat der Besucher nicht nur die Gelegenheit,
eine Fülle historischen Materials zu bestaunen - er kann auch konkrete
Erfahrungen sammeln, wie beispielsweise seine eigene Kerze ziehen, in
der Schauwerkstätte altes Handwerk neu entdecken oder in der historischen
Schulklasse, die im Rahmen museumspädagogischer Veranstaltungen begeistert
angenommen wird, Erinnerungen an seine Schulzeit auffrischen.
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Das
Museum im Feldbacher Tabor
Der Tabor war die Fluchtburg der Feldbacher.
Er entstand nach dem Überfall Andreas Baumkirchers im Jahre 1469 und
hatte 1605 beim Herbsteinfall der Haiducken seine große Bewährungsprobe.
Die rund um die Kirche erbaute Wehranlage gilt als die besterhaltene des
Landes und beherbergt heute in 41 Räumen 12 Ausstellungen, die das
Leben in der Oststeiermark von der Steinzeit bis in die jüngste Vergangenheit
dokumentieren.
Der Tabor besteht
aus aneinandergereihten Häuschen mit gewölbten Kellern und den
darüberliegenden Speicherräumen und Wehrgängen.
Der Hexenkeller diente während der Feldbacher Hexenprozesse
von 1673 bis 1675 als Gefängnis. Rund 70 Personen wurde unter anderem
Bund mit dem Teufel, Schadenzauber durch Zerstörung
der Ernte mit Reif und Hagel und Teilnahme am Hexensabbat
vorgeworfen. Von den bedauernswerten Angeklagten mussten
mindestens 20 ihr Leben lassen.
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Entstehung des Bauerntums
Als die Menschen
in der Jungsteinzeit sesshaft wurden, errichteten
sie rechteckige Häuser aus mächtigen Pfosten.
Die Zwischenräume wurden mit einem Wandgeflecht ausgefüllt,
das mit Lehm verputzt wurde.
Zahlreiche Funde aus dem 4. und 3.Jahrtausend v. Chr. geben über
die Entstehung des Bauerntums in der Steiermark interessante Aufschlüsse.
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Das Hallstattgrab
Das Hallstattgrab aus dem Gniebinger Hügelgräberfeld
wird dem letzten Drittel des 8.Jahrhunderts v. Chr. zugeordnet und beinhaltet
sechs Kegelhalsgefäße mit Henkeltassen und Einzugsschalen.
Ein Gefäß aus rötlichem Ton, das auf vier menschlichen
Füßchen steht, stellt ein besonderes Unikat dar.
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Bäuerlicher Lebensraum in der Südoststeiermark
Der volkskundliche Teil des Tabor-Museums ist der bäuerlichen Sachkultur
in der Südoststeiermark gewidmet. In einer agrarisch dominierten
Umwelt war die Landwirtschaft auch für die Marktbewohner (Ackerbürger)
von wesentlicher wirtschaftlicher Bedeutung. Vor diesem Hintergrund entstand
auf Initiative von Dr. Anni Gamerith (Wissenschaftlerin) und Leopoldine
Thaller (Kaufmannsfrau) 1952 eine einzigartige Sammlung im Feldbacher
Tabor:
| 1. |
Dokumentation von Anbau und Frucht im Wandel der
Zeit |
| 2. |
Ernte und Aufbereitung der Feldfrüchte (div.
Ölpressen) |
| 3. |
Speise und Trank, Haus, Hof und Wohnbereich |
| 4. |
Gerätschaften für die Bearbeitung von
Feld und Acker unter besonderer Berücksichtigung des bis in die
60er-Jahre vorherrschenden Bifangbaues (Bifingbaues) |
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Landmaschinenfabrik
Ferdinand Krobath
Die Landmaschinenfabrik Ferdinand Krobath produzierte ab 1880 Geräte
und Maschinen für die bäuerliche Bevölkerung, wobei die
Erzeugung von Dreschmaschinen bis in die jüngere Vergangenheit einen
besonderen Schwerpunkt bildete. Außerdem werden die Handwerkszweige
Lederer, Schuster, Sattler, Fassbinder,
Wagner, Zimmerer und Schmied gezeigt.
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Lebzelter, Wachszieher und Metsieder
Die Ausstellung über das Handwerk der Lebzelter, Wachszieher und
Metsieder, das zu den ältesten Gewerben der Steiermark zählt,
vermittelt einen Überblick über die Herstellung von Köstlichkeiten
aus Lebkuchenteig, von Kerzen (kunstvolle Opfergaben) und Honigwein.
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Fischereimuseum
Das erste steirische Fischereimuseum bietet einen großartigen Einblick
in den Lebensraum des Raab-Flusses. Zahlreiche Fischpräparate, darunter
etliche Rekordfische, übersichtliche Schautafeln und
ein Großaquarium zeigen die ehemals große Artenvielfalt. Bemerkenswert
ist die Dokumentation der Veränderung der Raab innerhalb der letzten
300 Jahre durch natürliche Laufverlegungen und Regulierungsmaßnahmen.
Eine umfangreiche Sammlung historischer Fischfanggeräte veranschaulicht
unterschiedlichste Fischfangtechniken vom Ursprung der Raab bis zur Mündung
in die Donau.
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Mineralien
Das oststeirische Vulkanland ist ein weithin bekanntes Mineralienfundgebiet.
Die Sammlung im Tabor bietet einen schönen Überblick über
die Welt der Kristalle, Opale und Mineralbildungen.
Eine besondere Rarität ist der Kolbeckit (siehe Bild), der außer
im Gleichenberger Klausensteinbruch nur noch an drei Fundorten unserer Erde
vorkommt.
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1.Österreichisches Schneidereimuseum
Das Schneidereimuseum im Feldbacher Tabor ist einzigartig in Österreich.
Auf 180 m² wird das Schneiderei-Handwerk im Wandel der Zeit dokumentiert.
Unter anderem gibt es eine Schauwerkstätte, einen Querschnitt aus
dem Bereich der Erfindernähmaschinen des 19.Jahrhunderts, historische
Bügeleisen, eine steirische Trachtengruppe sowie Beispiele aus dem
Zunftwesen und Kleidung aus der Monarchie, wie die Reiterjacke der letzten
österreichischen Kaiserin Zita, zu sehen. Kleidungsstücke bekannter
Persönlichkeiten von Marika Rökk bis Heinrich Harrer runden
die interessante Ausstellung ab.
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Der Nagelmann
Der Wehrmann in Eisen wurde im Ersten Weltkrieg aufgestellt,
um das Los der Witwen und Waisen zu lindern.
In den
Landsturmmann, einen aus Holz geschnitzten Krieger, schlug man
gegen Entrichtung einer Geldspende Nägel ein.
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Freiwillige
Feuerwehr
Seit 1869 besteht die Freiwillige Feuerwehr von Feldbach, an deren Geschichte
zahlreiche Ausstellungsstücke - von wunderschönen Spritzenwagen
(Hand- und Motorpumpen), Ausrüstungsgegenständen bis zu Uniformen
- erinnern.
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Erster und Zweiter Weltkrieg
Im Ersten Weltkrieg beherbergte Feldbach eines der größten
Kriegsgefangenenlager der Monarchie. Im Frühjahr 1915 waren auf Feldbacher
und Mühldorfer Gemeindegebiet bis zu 50.000 Mann, hauptsächlich
russische Gefangene untergebracht. Das Lager verfügte über eine
große Werkstättengruppe, eine eigene Lagerbäckerei und eine Großschlächterei.
Kohle wurde für die Lagerbeheizung in der Umgebung abgebaut. Für
den Transport der enormen Materialmengen wurde eigens eine Feldbahn gebaut.
Nach dem Befehl, alle Gefangenen nach Ungarn zu verlegen, wurde das Lager
in ein Spital für 5.000 Verwundete umgewandelt. Bald entwickelte es
sich zum modernsten Lagerspital der gesamten Monarchie mit eigenen Operationssälen,
Röntgenanlagen und sogar einer Augenklinik. Die Werkstättenanlage
war bis 1918 wichtiger Lieferant für den Krieg gegen Italien.
Im Zweiten Weltkrieg
wurde Feldbach am 1.April 1945 Frontstadt. Infolge der Kampfhandlungen
wurden 53 Gebäude völlig zerstört und 100 Häuser beschädigt.
An die Zeit der sowjetischen Besetzung erinnert die sowjetische Kommandanturtafel.
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